"Afghanen-Atelier"-----Malerei, Skulpturen,......und einiges mehr, rund um das Thema Afghanischer Windhund


Hier wird noch gearbeitet

 

 

 

History - Herkunft und Geschichtliches

 

 

 

Der Afghane (Afghanischer Windhund)  

Andere Namen sind auch Afghan Hound, Lévrier afghan, Balutschi Windhund, Baruchsi oder Baruchsadeh (Baruch = gesegnet, Sadeh = Sohn) in seiner Heimat Afghanistan auch Tazi oder Thasi; niemals jedoch Szack oder Kelb, was „gewöhnlicher Hund“ bedeuten würde und dem Mohammedaner ein verächtliches Tier ist. 

Der Afghane gehört zu einer uralten Hunderasse. Überlieferungen zu folge soll er bereits vor 5000 Jahren auf einem ägyptischen Papyros-Dokument als „affengesichtigen Hund“ beschrieben worden sein, hierbei handelt es sich aber nach neuestem Stand um einen Übersetzungsfehler, es sollte heißen „ein Affe mit Hundegesicht“ und vermutlich war der Pavian damit gemeint. Auch soll es alte Höhlenmalereien von ihm bei Balkh geben. An anderen Stellen wird sogar behauptet, dass ein Afghanenpaar auf Noah´s Arche die Sintflut überlebt haben soll. Nach heutiger Auffassung dürfte dies mit der großen Eisschmelze vor über 7000 Jahren gewesen sein.

Wenn die Rasse auch sehr alt sein mag, so alt ist sie mit Sicherheit nicht.

All dies sind Legenden, die den Hund seit Einfuhr nach Europa begleiten.  

1813 wurde erstmals ein Gemälde veröffentlicht, das einen Jäger mit einem Afghanischen Windhund zeigt. Im Original soll der Hund mausgrau sein und das Hinterteil soll stark beschädigt gewesen sein. Ob der Hund darauf so klar als Afghanischer Windhund zu erkennen ist, wie auf dem schwarz-weiß-Foto, oder ob dieses Fotoes im Laufe der Zeit durch die vielen Veröffentlichungen auch retuschiert wurde mag ich nicht beurteilen.

 

Jahrhunderte lang wurde er von Jägern für die Hatz auf Gazellen und Steinwild eingesetzt.

Afghanen wurden wegen ihrer Jagdeigenschaften im orientalischen Raum von Arm und Reich als wertvolle Jagdhunde und Geschenk Allahs verehrt, jedoch weder als Familienhund noch als Statussymbol verwöhnt, wie dies vom Saluki berichtet wird, dem behüteten Jagd- und Gesellschaftshund reicher Beduinen. Der Afghane lebte mit seinem Herrn in einfachster Umgebung und eng mit ihm verbunden. Dem Afghanen wird ein sehr spezielles Jagdverhalten nachgesagt, wie unsere Jagdhunde kann er auch das Wild erschnüffeln, ist jedoch ein sichtorientierter Jäger, der Bewegungen auf sehr große Distanz erkennen kann. Auf dem unwegsamen Gelände im kargen Hochland Afghanistans war er als Jäger auf sich alleine gestellt, er verfolgte das Wild und biss es so, dass es nicht mehr flüchten konnte, dann wartete der Afghane (oftmals über Tage), bis sein Herr bei ihm war. Dieser tötete dann das Wild nach den islamischen Regeln. 

Nach einem Zeitungsbericht aus dem Jahre 1962 in einer Kabuler Zeitung, sind drei ursprüngliche Typen des Afghanischen Windhunds bekannt, der Bakhmull mit langem seidigem Haar, der glatthaarige Luchak und der ebenfalls glatthaarige mit langen Haaren an Beinen und Ohren Kalagh genannte Typ. In dem Bericht werden die unterschiedlichen Typen als eigenständige Rassen bezeichnet.

Neben den genannten Rassen, muß es jedoch auch noch einen an den Bobtail erinnernden Afghanischen Hütehund geben, oder gegeben haben, sowie einen völlig haarlosen Windhund. Fotos von völlig haarlosen Hunden aus dem angrenzenden Ausland tauchten vereinzelt um 1980/90 auf, wobei die Elterntiere ganz normal behaarte Afghanen, ja sogar höchstbewertete Ausstellungshunde waren. Ob es noch weitere haarlose Hunde in jüngster Zeit gab, lässt sich kaum nachvollziehen, die Züchter bei denen es vorgekommen ist waren mit Sicherheit nicht stolz darauf und ließen diese Hunde verschwinden.

Vermutlich gab es auch noch andere Windhunde oder Windhundähnliche Rassen oder Varianten in Afghanistan bzw. Umland. Ob in den Ahnen der ersten Importe solche Hunde vertreten waren, lässt sich heute nicht mehr nachprüfen. An Hand der Fotos dieser ersten Importe lässt sich aber sehr gut erkennen, daß sie nicht alle vom gleichen Typ waren.

 

Foto oben: Kurzhaarafghane aus den 1970er Jahren,

beide Elterntiere waren ganz normal behaart

Das der Kalagh-Afghane (auch Kalagh-Tazi genannt) bei der entstehung des heutigen Afghanen mitgewirkt hat, steht eindeutig fest. Die Mehrzahl der Bell-Murry Importe waren von diesem Typ. Heute wird diese Rasse wieder  rein gezüchtet (z.B. in der Schweiz), von der FCI allerdings noch nicht anerkannt.

Der Bakhmull wird seit den 1980er Jahren in Rußland rein gezüchtet, er ist sandfarben (niemals rot oder dunkelrot), der bekannteste Zwinger ist dort "Blue Dale el Bark".

Der Taigan ist der Nationalhund von Kirgistan und wird dort auch organisiert gezüchtet.

Nachfolgend einige Fotos dieser Rassen aus jüngster Zeit, also Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Ähnlichkeit mit den ersten Importen der 1920/30er Jahren lässt sich nicht abstreiten, ebenso nicht die Ähnlichkeit mit extrem "schlechten" Afghanen aus heutiger Zeit.

 

Kalagh Tazi

Kalagh Tazi

Kalagh Tazi

Taigan

Taigan

Taigan

Bakhmull

Bakhmull

1886 wurde „Motee“ als erste Afghanenhündin auf einer Ausstellung in Bristol gezeigt. Von ihr ist kaum etwas bekannt. Besitzer war der Tierhändler Mr. Tufnell, London. Die Hündin wurde mehrmals auf Ausstellungen gezeigt, es gibt aber keine Fotos von ihr.

1907 brachte Mr. Barff den Afghanen-Rüden "Zardin" nach England. Zardin stammte aus Persien, dem heutigen Iran.

Zardin wurde vorher in Indien ausgestellt, in seiner Beschreibung aus der Indischen Kennel Zeitschrift von 1906 heißt es:

"Zardin" ist von heller Farbe, fast weiß, mit einem schwarzen Fang. Er hat sehr lange, besonders starke Kiefer und ein Zangengebiß. Sein Kopf ähnelt dem des Deerhound, jedoch mit einem länglich runden Schädel und einem betonten Hinterhauptstachel, überragt von einem Haarschopf; die Ohren sind ziemlich groß, gut befedert und werden an der Seite des Kopfes getragen. Er hat ein durchdringendes, dunkles Auge und fast keinen Stop. Ein langer, starker, wohlgeformter Hals, der ziemlich gut gebogen ist, verläuft in einem schönen Bogen zur Schulter, welche lang und abfallend und gut zurückgesetzt ist. Sein Rücken ist stark, die Lenden kraftvoll und leicht gebogen, bei ihm, wie bei allen Hunden dieser Gruppe, abfallend zur tief angesetzten Rute, die fast haarlos ist und normalerweise unten getragen wird. Die Rippenpartie ist gut ausgebildet und zur Lende hin aufgezogen; die Vorderbeine sind gerade und kräftig und mit Haaren bedeckt; große Länge zwischen den Ellbogen (die gerade sind) und Fußknöcheln. Die Vorderfüße sind lang, ziemlich breit und mit langen Haaren bedeckt. Nicht zu schmal in der Brust, die tief ist und mit guter Rippenwölbung. Die Hinterhand ist sehr kraftvoll, mit sehr vielen Muskeln ausgestattet; große Länge zwischen Hüfte und Sprunggelenk, welches tief angesetzt und stark ist, die Hinterfüße nicht so lang als die Vorderfüße, aber ziemlich breit und gut mit Haaren bedeckt. Die Hinterhand, Flanken, Rippen und Vorderhand sind sehr gut mit Fell bedeckt, welches in der Struktur dick und ausgezeichnet ist, und etwas Unterwolle zeigt. Das Fell auf dem Rücken ist kürzer.“ Zardin wird mit ca. 71 cm angegeben.

 

Entscheidenden Einfluß auf die Afghanenzucht außerhalb seiner Heimat, begann in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, als eine überschaubare Anzahl von Afghanen nach England kamen. 

1921 kehrte die Familie von Major Bell-Murray und Miss Jean Manson, die einige Jahre in Afghanistan gelebt hatten mit einigen Hunden nach England zurück. Miss Manson war die Erzieherin der Kinder von Bell-Murray und hatte auch die Leitung über deren Afghanenzwinger. Miss Manson führte ihre Zucht in Schottland unter dem Zwingernamen „Cove“.

Ihre bekanntesten Hunde waren die Rüden Rajah (rot mit Maske), Khym (creme), Ooty (hellrot) , Baluch (creme) und Starker (fawn = Rehfarben), sowie die Hündinnen Begum (weiß), Kanee (fawn), Ranee (creme), sowie die geströmte Pushum.

Pushum war kräftiger im Körperbau und besser behaart als ihre anderen Hunde.

Ooty, Ranee, Kanee und Baluch wurden 1922 auf der Crufts gezeigt.

Der geströmte Buckmal, ein Sohn von Ooty und Pushum wurde der erste Champion in England, mit 81 cm war er außergewöhnlich groß. 

 

Champion in England, mit 81 cm war er außergewöhnlich groß. 

 

Major Bell Murray

 Miss Jean Manson

 

 

 

 

von links: Ch. Buckmal, Ooty, Pushum

Die Hunde erregten großes Aufsehen und 1925 entstand der „Afghan Hound Club“ (AHC) und auch ein neuer Standard für die Rasse wurde festgelegt. Vorher gab es zwar bereits einen Standard aus dem Jahre 1912 für Afghanen, der aber verlorengegangen ist, bzw. nur noch Bruchstücke davon vorhanden waren.

Um zu beweisen, dass ihre Hunde genau so aussahen wir der 1907 von Captain John Barff importierte „Zardin“, setzten sie ihn namentlich als Ideal ein.

 

Foto rechts: Zardin

Der Wortlaut war nahezu identisch mit der Beschreibung Zardins, als dieser auf einer Ausstellung in Indien gezeigt wurde.

Diese Leute kannten Zardin jedoch nur noch von Fotos her.

Zardin gewann 1908, 1910 und 1911 in der Exotenklasse die „Crufts“ (Englands größte Hundeausstellung).

Zardin wurde angeblich Königin Alexandra im Buckingham Palace vorgestellt.

Neben Zardin hat Captain Barff noch eine Anzahl anderer Hunde nach England importiert, von ihnen ist jedoch nichts näheres bekannt. Auch Zardin selbst hat in der Zucht keine Rolle gespielt, es muß wohl Nachwuchs von ihm gegeben haben, aber vermutlich sind alle sehr früh gestorben. Jedenfalls taucht Zardin in keiner Ahnentafel auf. 

 

1925 kam Mrs. Amps, die zuvor auch einige Jahre in Afghanistan und Indien gelebt hatte und dort bereits unter dem Zwingernamen „of Ghazni“ Afghanische Windhunde gezüchtet und ausgestellt hat mit einer Gruppe von Hunden nach England zurück.. Dies waren u.a. die Rüden „Khan“, ihr erster Hund, den sie als Schutzhund bekam und der als äußerst scharf beschrieben wurde. Er mußte später eingeschläfert werden, weil er mehrere Personen krankenhausreif gebissen hatte. Der Rüde „Sirdar“ (geb. 05.06.1923, Züchter: Shikari Paghman = Bergführer aus der Provinz Pagham), der mit Abstand der beste Afghane aller Importe war, „Rajah“; sowie die Hündinnen „Roshni“, „Zulf“, „Shireen“, „Zarifa“, „Farah“ und „Rhani“. All ihren Hunden hat sie ihren Zwingernamen „of Ghazni“ angefügt.

 

  

Sirdar of Ghazni (links nach einem Gemälde, rechts Fotoaufnahme)

 

Sirdar gewann 1928 und 1930 die Crufts in England und zwar nicht nur seine Klasse, sondern als bester Hund der Show (BIS).

Emplem anklicken, führt zum Meldekatalog von 1928 (Archiv Cruft), dort sind auf Seite 234-237 die Afghanen aufgeführt. 

Wie auch die Hunde von Bell-Murray/Miss Manson waren auch die Ghaznis nicht alle vom gleichen Typ.

Grob gesagt kann man sagen, dass die Hauptunterschiede folgende waren:

Die Gaznis waren kleiner („Sirdar“ hatte gerade mal 61 cm, Bell Murray´s „Buckmal“ 81 cm) , hatten gröbere Köpfe, waren dafür aber besser gewinkelt und besser behaart. behaartbb bbbbbbbbbbbbb

 Mrs. Amps (Mitte = Sirdar)

Mrs. Amps, die sehr schnell großen Einfluß auf die Afghanenzene gewann, gründete 1927 die „Afghan Hound Association“ (AHA) , erstellten ebenfalls einen Standard und setzten auch Zardin namentlich als Idealbild der Rasse ein. Damit wollte sie beweisen, dass ihre Hunde genau so aussahen wie der Jahre zuvor importierte Rüde Zardin. In Wirklichkeit waren es aber ihre Hunde nach dem dieser Standard erstellt worden ist und hier insbesondere nach Sirdar.

Beide Gruppen warfen sich Gegenseitig vor, dass die Hunde der anderen Gruppe keine Afghanen seien.

Merkwürdigerweise wurde nie gesagt, die Hunde der anderen Gruppe seien schlechte Afghanen.

Man war sich also wenigstens soweit einig, dass es sich um zwei verschiedene Varianten, wenn nicht sogar verschiedene Rassen handelte.

Fortan wurden die Hunde von Major Bell-Murray/Miss Manson nach ihrem Eigentümer „Bell-Murray-Afghanen“ bzw. nach dem Herkunftsgebiet „Steppenafghane“ benannt.

Heute werden sie wieder als "Kalagh-Afghanen“, bzw. "Kalagh Tazi" bezeichnet und wahrscheinlich nur noch in der Schweiz rein gezüchtet, die Rasse ist aber offiziell noch nicht anerkannt.  

Die Hunde von Mrs. Amps wurden nach ihrem Zwingernamen „Ghazni-Afghanen“ oder nach ihrer Herkunft „Bergafghane“ benannt. 

 

Einige weitere Hunde sollten hier auch noch genannt werden:

Major T. McKenzie importierte den Rüden Khulm, von dem behauptet wird, sein Großvater hätte nachweislich einen Löwen getötet.  Außerdem hat McKenzie die Hündin Mooroo importiert, es wird oft behauptet sie sei ausgestopft im British Museum zu sehen sein, dies wird aber auch angezweifelt.

Beide Hunde spielen aber für uns keine Rolle, da mit ihnen offensichtlich nicht weiter gezüchtet wurde. 

 

Es ist nicht 100% sicher, daß die gezeigten Hunde Khulm (links) und Mooroo (rechts) sind.

1924/25 importierte Mrs. De la Motte den Rüden „Shazada“ (gelegentlich auch „Shazada of Razmok“ genannt) und die Hündin „Afroz“, von beiden existieren keine Fotos wohl aber von ihrer Tochter „Alfreda“, die in der Weiterzucht wieder eine entscheidende Rolle spielte.

Shahzada und Rajah of Razmak (ein Bruder von Afroz) sind im Katalog der Crufts 1929 aufgeführt.

 

Alfreda (Shazada x Afroz)

 

links: Foto des Präparats, rechts eine Zeichnung des Präparats

beides sind also keine Abbildungen von Mrs. de la Motte´s Rüden Shazada

 

„Shazada“ wird oft verwechselt mit dem Präparat „Shahzada“  (geb.15.06.1890 Besitzer: Mr. J. Whitbread), im British Museum.

Mr. J. Whitbread´s Shahzada wurde 1896 auf der Crufts in London gezeigt.

 Bild des Katalogs anklicken, führt zum Meldekatalog im Archiv der Crufts, dort ist Shahzada unter der Katalog-Nr. 523 auf Seite 102 eingetragen

 

 

 

 

 

 

 

 

Die berühmten Marx Brothers

unten Zappo Marx

Ab 1926 kamen vermutlich vereinzelt die ersten Afghanen aus England in die USA.

Die Zucht begann aber erst mit Asra of Ghazni und Westmill Omar, die beide von Zeppo Marx (Marx Brothers) 1931 von England in die USA mitgebracht wurden. Später dann zu Mc Keans (Zwinger Prides Hill) gingen.

 

 

Asra of Ghazni

Westmill Omar

Prides Hill wurde somit zur ersten Afghanenzuchtstätte Amerikas. Aus diesem Zwinger ging der erste US Champion "Amanullah of Kandahar" hervor (Besitzer: Amelia White). Miss White hat in ihrem Zwinger "Kandahar" von 1935-1946 12 Würfe gezüchtet. Die Zwinger "Prides Hill" und "Kandahar" haben somit den Grundstock für die Zucht in Amerika gelegt.

Foto oben: Prides Hill Nachwuchs von Westmill Omar

rechts: Ch. Amanullah of Kandahar

Die Hündin "Far Away Loo" (eine Urenkelin von Westmill Omar und Asra of Ghazni) war die Stammutter des legendären Zwingers "Grandeur" von Sunny Shay.

Der erste Wurf in diesem Zwinger fiel 1941, der erste Champion aus dem Zwinger war Taj Akbaruu of Grandeur (er wurde 22 Jahre alt).

In den 1970er Jahren wurde der Zwinger neben Sunny Shay auch von Roger Rechler und dessen Söhnen geleitet; nach dem Tod von Sunny Shay dann von Michael Canalizo.

Far Away Loo

Taj Akbaruu of Grandeur

Der erfolgreichste Hund des Zwingers war "Ch. Shirkhan of Grandeur", ein Sohn des blauen Ch. Blue Boy of Grandeur.

Shirkhan gewann in den Jahren 1957, 1958, 1959, 1960 und 1964 jeweils das BOB (Bester Afghane der Ausstellung) auf Amerikas wichtigsten Hundeausstellung der Westminster Kennel Club Show, 1957 wurde er zusätzlich BIS (Bester Hund der gesamten Ausstellung).

Über 20 Jahre lang hielt er den Titel "Bester Vererber", gemessen an der Anzahl seiner Nachkommen die Champions wurden.

 Shirkhan Of Grandeur (Gemälde)

 

Shirkhan of Grandeur

mit Sunny Shay

Blue Boy of Grandeur

mit Sunny Shay

Ch. Shirkhan of Grandeur ist in nahezu allen amerikanischen Ahnentafeln zu finden.

Er wurde in vielen bekannten Zwingern wie "Akaba", "Crown Crest", "Moornistan", "Stormhill", "Chandhara",  u.a. in die Zucht eingesetzt.

Spätere Zwinger wie "Mekka" "Holly Hill", "Sahadi", "Stormhill", "Coastwind",  um nur einige zu nennen, bauten ihre Zucht auf ihn auf. 

Der Zwinger Coastwind war es dann auch, der mit "Coastwind Abraxas" den Titel "Bester Vererber aller Zeiten" holte und somit Shirkhan vom Thron stürzte.

Abraxas selbst hat Shirkhan mehrmals in seinen Ahnen.

1930 wurde der erste Afghane ins Deutsche Zuchtbuch eingetragen:

Abdur-Rahman of Geufron, Züchter: Mrs. E. Drinkwater, England

Im gleichen Jahr auch noch die schwarze Hündin

Westmill Cheeta

Beide waren Enkel von Sirdar of Ghazni mit denen aber nicht weiter gezüchtet wurde.

1936 erfolgte dann als nächster Eintrag die Hündin „Durani Alfreda“ (später in „Bigana-i-Pushtikuh“ umbenannt), ebenfalls eine Enkelin von Sirdar, sie wurde die Stammmuter im Zwinger „Bigana“ von Familie Schwalbe.

Die nächsten beiden Eintragungen waren Importe aus Afghanistan, mit ihnen wurde aber nicht weiter gezüchtet. 

Abdur-Rahman of Geufron

1932 gab es die erste Ausstellung in Deutschland auf der Afghanische Windhunde gezeigt wurden. Auf dieser Ausstellung in Dortmund erregte der Hollander Han Jungeling großes Aufsehen mit seinen Afghanischen Windhunden.  1930  fiel im Zwinger "Barukhzy´s", den er zusammen mit seiner Mutter Frau Jüngeling-van de Berg gründete, sein erster Afghanenwurf.

Han Jungeling setzte sich sehr stark für die Reinzucht beider Afghanentypen ein, er war selbst Richter für Afghanen und teilte die Hunde immer in zwei Gruppen ein, dann suchte er aus beiden Typen (Berg- und Steppenafghan) jeweils die typenreinsten Hunde heraus.

 

1938 begann Frau Eta Pauptit mit "Barukhzy´s Khan" und "Aruna of Enriallic"  ihre legendäre Afghanenzucht "van de Oranje Manege".  Während Jungeling am Anfang beide Typen rein züchtete, züchtete Frau Pauptit nur mit dem schwereren und kleinerem Bergtyp. Ihre Ausgangstiere führten zwar auch etwas Steppenafghanenblut, was sie aber durch gezielte Inzestpaarungen und Rückkreuzungen herauszüchtete. So daß man also sagen kann, daß ihre Hunde reine Bergafghanen waren. Mit wenigen Ausnahmen waren ihre Hunde rot mit schwarzer Maske. Ihre Hunde nahmen weltweit so großen Einfluß, daß diese Farbe schon als als typisch für den Berg-, bzw. Ghazni-Afghanen angesehen wurde.

Dieses ist aber falsch, die ersten Importe der Ghazni´s, bzw. ihre ersten reinen Nachzuchten hatten schon alle Farben, die es heute auch gibt. Es sind keine neuen Farben entstanden, im Gegenteil, es sind schon Fellfarben, bzw. -zeichnungen verschwunden.

Achmed Sjach ist ein typischer Verteter seines Zwingers. Noch Generationen nach ihm, sahen Hunde aus diesem Zwinger genau so aus.

  

links: Achmed Sjach v.d. Oranje Manege

oben links: Barukhzy´s Khan.  oben rechts: Aruna of Enriallic

Aruna war black and creme, eine Farbe die später für den Zwinger eher untypisch war.

Am 17.12.1939 erfolgte der erste deutsche Afghanenwurf im Zwinger „vom Falkenstein“ (Züchter: Rudolf Werderman)

Des öfteren wird auch der Zwinger „von der Burg Windeck“ von Ellen Windecker-Castan, als erster deutscher Afghanenwurf bezeichnet, dieser Wurf wurde jedoch lediglich früher ins Zuchtbuch eingetragen (der Wurf fiel am 17.03.1940, also genau 3 Monate später). 

Trotz der Kriegswirren entstanden in diesen Jahren eine größere Anzahl von Afghanenzuchtstätten in Deutschland, von denen aber bis auf eine Ausnahme („von der Irminsul“ von Frau Else Spiegel) heute keine mehr existiert.

 

In England  war es zu Kriegszeiten verboten Hunde zu züchten und wegen der Nahrungsknappheit auch nahezu unmöglich. Vorsorglich haben die englischen Züchter ihre wertvollen Hunde nach Amerika verschickt.

Obwohl die heutigen Hunde aus den USA anders aussehen, gehen sie auf die gleichen Ausgangstiere zurück wie unsere Afghanen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während in England wegen der Nahrungsknappheit die Hundezucht verboten war, gab es in Deutschland Bezugsscheine für Hundefutter

Achmed vom Isishof (geboren 26.6.1944, Züchter Elly Gelhorn-Worm) war der erste Deutsche Champion und wurde der Stammvater „von der Irminsul“. 

Er hat zusammen mit seinen ca. 160 Kindern die deutsche Afghanenzucht entscheidend beeinflusst.

 

Frau Else Spiegel hatte ihren ersten Afghanenwurf im Jahre 1946 (vorher hat sie bereits sehr erfolgreich Doggen gezüchtet). Die Eltern ihres ersten Wurfes waren der bereits genannte Achmed vom Isishof und Garrymhor von Jugenheim. Wie auch heute noch, betreibt der Zwinger von Anfang an konsequente Linienzucht, basierend auf die alten deutschen Blutlinien.  Frau Spiegel (später dann gemeinsam mit ihrer Tochter Meike de Haney) hat jedoch immer wieder auch mal fremdes Blut aus den weltweit besten Zwingern in ihre Linie mit einfließen lassen. Entstanden ist daraus ein wunderschöner einheitlicher Typ in einer Vielfalt an Farben. Dieser Farbenreichtum, die hohe Qualität und vor allen Dingen das liebenswerte Wesen (was mich immer am meisten beeinduckt hat), war die Grundlage, warum diese Hunde auf Ausstellungen immer besonders auffielen.  Ich denke, es war mit Sicherheit nicht immer leicht mit diesen Hunden zu gewinnen, denn lange Zeit hatten sogenannte Farbhunde auf Ausstellungen nahezu keine Chancen. Frau Spiegel und Frau de Haney hatten auch immer großen Wert darauf gelegt, daß man direkt auf dem ersten Blick erkennen konnte, ob es sich um einen Rüden oder Hündin handelte.  Der Zwinger hat zwar viele Champions hervorgebracht, aber der größte Erfolg war sicherlich der Weltsiegertitel von "Ch. Quirin von der Irminsul".

Wir hatten zwei Söhne von ihm, "Zuren von der Irminsul" und "El Roy von der Irminsul", Zuren bekamen wir schon als Quirin noch kein Weltsieger war und nur wegen seinem Superwesen haben wir uns dann entschlossen auch noch El Roy hinzu zu kaufen. Außerdem hatten wir noch den Rüden "Nanda v.d. Irminsul" (ein Sohn von Hermes v.d. Irminsul).  Bei einen meiner Besuche bei Frau Spiegel und Meike de Haney, hatte ich sie mal gefragt, ob Quirin der bisher beste Hund aus ihrer Zucht sei. Darauf hat sie uns geantwortet, daß sie denken würde, daß Ahmad Shah diesen Titel bereits schon viel früher verdient hätte. Sie hielt ihn für ihren besten Hund. Im Jahr 2002 konnte der Zwinger noch einmal einen Weltsiegererfolg verbuchen, diesmal bei Yashun v.d. Irminsul.  Frau Spiegel war eine unvergleichbare Persönlichkeit, noch mit über 90 Jahren hat sie uns jede Frage die die Afghanen betrafen ausführlich beantwortet. Kurz nach ihrem 60-jährigen Afghanenzwingerjubiläum ist sie verstorben, seit dem werden die Irminsuler von Frau Meike de Haney und Frau Dr. Gabriele Fritsch geleitet. 

 

 

 

 

Ahmad Shah

Quirin v.d. Irminsul

Meike de Haney mit Yashun v.d. Irminsul

Hermes v.d. Irminsul

Im Jahr 2005 wurde bekannt, daß der südkoreanische Wissenschaftler Hwang Woo-Suk und sein Team, den ersten Hund geklont haben, den Afghanen "Snuppy".

Snuppy ist eine Abkürzung für „Seoul National University Puppy“ und bezeichnet einen geklonten afghanischen Windhund, der von einem Wissenschaftlerteam unter der Leitung des später der Fälschung bezichtigten Veterinärmediziners Hwang Woo-suk aus Südkorea am 24. April 2005 von einer Labrador-Retriever-Hündin zur Welt gebracht wurde. Seine Erbinformation stammt aus Hautzellen eines Ohrs seines Vaters. Es wurden insgesamt 1095 Embryos in die Gebärmütter von 123 Hündinnen eingesetzt, wobei es in drei Fällen zu einer Schwangerschaft kam. Allerdings ist Snuppy der einzige Überlebende; eins seiner (potenziellen) Geschwister starb bei einer Fehlgeburt, der andere Welpe starb kurz nach der Geburt an Lungenentzündung.
Nach Bekanntwerden eines Fälschungsskandals um Hwang Woo-suk zum Jahreswechsel 2005/06 kamen auch Zweifel daran auf, ob Snuppy wirklich geklont sei. Im März 2006 bestätigte jedoch das National Human Genome Research Institute dessen Echtheit (Quelle:Wikipedia).
 

Im Mai 2008 brachten zwei Hündinnen von ihm in Seoul 10 Welpen auf die Welt (Foto unten).

Lt. Focus kann jetzt jeder für ca. 148.000 US-Dollar seinen Hund von einer südkoreanischen Firma klonen lassen.

  

oben links: Snuppy mit seinem "Erzeuger" Hwang Woo-Suk

oben rechts: Snuppy (rechts) mit seinem Vater

 

      Snuppy mit seinem Nachwuchs

So unterschiedlich die ersten Importe in den 1920er Jahren im Aussehen waren, so unterschiedlich sind sie auch heute noch (oder wieder).  Der Streit um den richtigen Typ, ist heute, nach fast 100 Jahren, noch genauso groß wie damals.

Nachfolgend einige Fotos, die die Typenvielfalt des Afghanen verdeutlichen. Bei allen Fotos handelt es sich um höchst erfolgreiche Afghanen.

Erfolgreiche Afghanen auf der Rennbahn

Erfolgreiche Afghanen aus deutscher und holländischer Zucht aus der Oranje Manege Linie

Erfolgreiche Afghanen in den USA

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